Ein Sternenbett für die Maus Matilda

Matilda findet ihr Bett langweilig und probiert die Betten aller Tiere aus – bis sie merkt, was ihr Bett zum besten Bett der Welt macht.
Matilda Maus saß in ihrem Bett aus Heu und verschränkte die Arme. „Mein Bett ist langweilig“, verkündete sie. „Ich will woanders schlafen!“
Mama Maus lächelte. „Dann probier es doch aus. Aber wenn du das beste Bett gefunden hast, komm und erzähl es mir.“
Matilda packte ihr Kuscheltuch und marschierte los. Zuerst kam sie zum Vogelnest hoch oben im Apfelbaum. „Darf ich hier schlafen?“, fragte sie die Amsel. Die rückte zur Seite. Das Nest war weich und kuschelig. Aber immer, wenn der Wind blies, schaukelte es hin und her, und Matilda musste sich mit allen vier Pfoten festhalten. „Zu wackelig“, entschied sie und kletterte hinunter.
Dann besuchte sie den Fuchs in seinem Bau. Der Bau war herrlich warm. Aber der Fuchs schnarchte so laut, dass die Wände zitterten und kleine Sandkörnchen von der Decke rieselten. „Zu laut“, flüsterte Matilda und schlich davon.
Am Teich lud der Frosch sie auf sein Seerosenblatt ein. Das Blatt schaukelte sanft auf dem Wasser, und das war eigentlich sehr schön. Aber es war auch ziemlich feucht, und an den Füßen wurde Matilda ganz kalt. „Zu nass“, stellte sie fest.
Zuletzt fragte sie das Reh, das sich einfach ins hohe Gras legte. „Ich schlafe unter den Sternen“, sagte das Reh. „Das schönste Schlafzimmer der Welt.“ Matilda legte sich daneben und schaute nach oben. Tausend Sterne funkelten. Das war wirklich wunderschön! Aber dann raschelte es links. Und rechts. Und irgendwo rief ein Käuzchen. Matilda kuschelte sich tief in ihr Tuch. Ihr fehlte etwas. Ihr fehlte sogar etwas ganz Bestimmtes.
„Ich weiß jetzt, welches das beste Bett ist“, sagte sie leise zum Reh und rannte los, quer über die Wiese, den Trampelpfad entlang, bis nach Hause.
Mama Maus wartete schon am Eingang. „Und?“, fragte sie.
„Das beste Bett“, sagte Matilda und krabbelte in ihr Heubett, „ist das, in dem es nach Zuhause riecht. Und in dem jemand da ist, der einem gute Nacht sagt.“
Mama Maus deckte sie zu und gab ihr einen Kuss auf die Stirn. Durch das kleine Fenster im Mäusebau funkelte genau ein Stern herein – als hätte er sich extra für Matilda dort hingestellt.
„Siehst du“, murmelte Matilda schläfrig, „jetzt habe ich sogar beides: mein Bett und die Sterne.“
Und dann schlief sie ein, schneller als je zuvor. Gute Nacht, du kleine Träumerin.
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